Gemeinde Kirchdorf an der Amper

Geschichte von Wippenhausen

Die bevorzugte Lage von Wippenhausen hoch über dem Ampertal zog bereits in vorgeschichtlicher Zeit Siedler an. So finden sich zwischen Wippenhausen und Thalhausen zahlreiche Hügelgräber aus der Bronzezeit (1800 – 1250 v. Chr.). Befestigungswälle an der Amperleite zwischen Burghausen und Wippenhausen zeugen von einer regen Siedlungstätigkeit der Kelten um 500 v. Chr.

Wippenhausen selbst wurde erstmals 743 erwähnt, und zwar in einer Überlieferung, in der die Weihe der Kirche beschrieben wird. Das erste schriftliche Zeugnis findet sich in der Vita Corbiniani von Bischof Arbeo von Freising (746 – 783). Die Ortschaft gehörte viele Jahrhunderte zum Hochstift Freising und wurde im 30-jährigen Krieg stark verwüstet. Doch die Einwohner bauten ihren Ort unter vielen Entbehrungen wieder auf.

Im 17. Jahrhundert war Wippenhausen einige Jahrzehnte lang Wallfahrtsort „Zum Heiligen Kreuz“, die auf einem Holzkreuz beruhte, dass im Wippenhauser Forst aufgefunden wurde. Eine Steinsäule kennzeichnet heute noch den Fundort.

Im Zuge der Säkularisation entstand 1806 eine eigene Pfarrei zusammen mit Burghausen und Thalhausen.

Bis zur bayerischen Gebietsreform 1972 bildeten Wippenhausen und Burghausen eine eigenständige politische Gemeinde, wovon das beeindruckende ehemalige Schulhaus in Wippenhausen heute noch zeugt.

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft hinterlässt auch in Wippenhausen seine Spuren. So finden sich kaum mehr Bauernhöfe, die im Haupterwerb betrieben werden. Die Nähe zu Freising und zum Flughafen München fördert die Siedlungstätigkeit.

(Quelle: Chronik der Pfarrei Wippenhausen von Anton Erber)

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Bilder

Kirche in Wippenhausen
Kirche in Wippenhausen

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