Gemeinde Kirchdorf an der Amper

Geschichte von Helfenbrunn

Zum ersten Mal wird Helfenbrunn unter dem Freisinger Bischof Hitto im Jahre 823 urkundlich erwähnt.

Bereits im 9. Jahrhundert begegnet uns in Helfenbrunn ein mächtiges Adelsgeschlecht, das sich nach seinem Stammsitz benannte.

Aus diesem Geschlecht soll der Freisinger Bischof Arnold (Arnulf) stammen, der in der Zeit von 875 bis 883 als neunter Nachfolger des Hl. Korbi­nian auf dem Freisinger Bischofsthron saß.

Die Edlen von Helfenbrunn haben wohl gegen Ende des 12. Jahrhunderts den Stammsitz der Herren von Aiter­bach übernommen. Und so lesen wir immer wieder in mittelalterlichen Urkunden von den Helfenbrunnern.

Das Liebfrauenstift zu München erwarb Helfenbrunn käuflich 1786. Doch währte diese Herrschaft nicht sehr lange, da 1803 über ganz Bayern die Säkularisation hereinbrach und die Hofmark aufgehoben wurde.

Im 17. Jahrhundert erlebte unsere Heimat keine schönen Zeiten, da während des Dreißigjährigen Krieges die Schweden nach Bayern eindrangen.

Doch auch im 18. Jahrhundert erlebte Helfenbrunn die Gewalt der Feinde. So fielen 1796 die französischen Revolutionsgruppen in Freising ein und besetzten auch das umliegende Gebiet.

Nach der Säkularisation wurde in Bayern die Verwaltung völlig neu organisiert. Damals wurde Helfenbrunn 1808 dem ehemaligen Steuerdistrikt Kirchdorf zugeordnet. Somit hatte Helfenbrunn seine Selbständigkeit verloren, und seine Geschichte ist in Vielem die Geschichte Kirchdorfs geworden. Deshalb können wir für die neueste Zeit wiederum nur wenige markante Ereignisse beschreiben, die sich auf Helfenbrunn beziehen.

Die zwei Kapellen von Helfenbrunn

In Helfenbrunn gibt es eine Wallfahrtskapelle: Die barocke Sebaldi-Kapelle an der Straße von Kirchdorf nach Palzing. Eine Sage erzählt, dass unter dem Hügel, auf dem die Helfenbrunner Kapelle steht, zwölf Kreuzritter bestattet sein sollen.

Die andere, etwa drei Meter hohe Kapelle wurde im vorigen Jahrhundert errichtet. Sie ist von einem Doppelkreuz bekrönt. Schlicht und einfach ist die Ausstattung.

Eine Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes ist die einzige Zier des Kapell­chens. An das Bild des gekreuzigten Heilands, der eine sechste Wunde an der Wade trägt, hat sich eine Legende geknüpft: Ein gottloser Dorfhirte aus Siechendorf soll während der Ernte einer Magd die Sichel aus der Hand gerissen und damit in die Wade des Gekreuzigten geschlagen haben. Blut floss aus der Wunde.

(Nach den Aufzeichnungen von Kreisheimatpfleger Rudolf Goerge)

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Bilder

Kapelle Helfenbrunn
Kapelle Helfenbrunn

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